Insektenfreundliche Gärten

Worauf können Sie achten, damit sich Bienen, Hummeln und Co in Ihrem Garten und auf ihrem Balkon wohlfühlen?

Dies und viel weiteres Wissenswertes rund um eine naturnahe Gartengestaltung waren Thema einer gut besuchten Veranstaltung des Dachverbandes Natur im Juni. Die Fachberaterin Frau Martina Rist von der Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau beim Landratsamt Ludwigsburg erläuterte, wie sich in jedem Garten – selbst auf kleinen Balkonen – natürliche Rückzugsräume schaffen lassen, die Insekten einen Lebensraum bieten.

In ihrem Vortrag betonte Frau Rist, dass Insekten auf eine durchgängige Nahrungsversorgung vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst angewiesen sind. Fast alle blühenden Pflanzen dienen als Nahrungsquelle, lediglich gefüllte Blüten wie Geranien und Rosen bieten keine Nahrung für Insekten. Wichtig ist deshalb eine bunte Mischung – Hauptsache es blüht. Auch viele nicht heimische Arten, wie z.B. Cosmea oder Mahonien  sind eine willkommene Futterquelle.

Ein wichtiges Refugium für Insekten sind naturnahe Rasenflächen – deshalb weniger mähen und Blühinseln stehen lassen. Bleiben Gräser und Kräuter mehrere Wochen ungeschnitten  stehen, kehrt darauf schnell Leben ein. Auch Stauden sollten möglichst erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden.

Ein Ort voller Leben und ein ideales Versteck für viele Tiere ist Totholz. In Reisighaufen, hohlen Baumstämmen oder liegengelassenen Ästen fühlen sich neben Insekten auch Igel und viele Käfer wohl und gehen dort auf Nahrungssuche. Für viele Schmetterlingsarten sind Brennnesseln eine wichtige Nahrungsquelle: Die Raupen des Admirals und des  Tagpfauenauges sind beispielsweise auf sie angewiesen.

Zum Abschluss betonte Frau Rist, dass es wichtig ist den Garten so zu gestalten, dass sich dort Mensch und Natur wohlfühlen und dass jeder naturnah gestaltete Garten – sei es auch nur teilweise – ein wichtiger Beitrag für den Arten- und Klimaschutz ist.