Markungsspaziergang: Grenzerfahrungen im Rotenacker Wald – historische Grenzsteine und anderes Wissenswertes

Den Besitz des Rotenacker Waldes teilten sich einst die Gemeinden Bissingen, Untermberg und Tamm sowie die Stadt Markgröningen, auch dem württembergischen Herzogshaus gehörten Teile des Waldes. Der Grenzverlauf ist teilweise noch heute an den oft kunstvoll behauenen historischen Grenzsteinen mit den jeweiligen Wappen erkennbar.

 

 

 

 

 

 

Ein gutes Dutzend gut erhaltener Exemplare konnte beim diesjährigen Markungsspaziergang des Dachverbandes Natur am 9. Februar bewundert werden. Günter Eitel, der Vorsitzende des Dachverbandes begrüßte bei prächtigem, sonnigem Winterwetter über 100 Teilnehmer zu der 6 km langen Wanderung. Sie erfuhren von Albrecht Kurz Wissenswertes über die Grenzsteine, die Bedeutung der Wappen, der Nummern und der Inschriften. Die Grenzsteine sind Zeugnis der wechselvollen Geschichte des „Rauttenackers“ sowie seiner historischen Nutzung und Bedeutung.

 

 

 

 

 

 

Genutzt wurde und wird der Wald nicht nur forstwirtschaftlich, sondern er diente immer auch der Jagd – einst als herzogliches Jagdrevier – und er ist heute ein sehr beliebtes und stark frequentiertes Naherholungsgebiet, nicht nur für Wanderer und Radfahrer.

Die steilen Prallhänge entlang der Enz sind als Bannwald ausgewiesen. Im Wald und der näheren Umgebung des Rotenacker Waldes befinden sich wertvolle Biotope.  Eines davon, das „Feuchtgebiet am Seewäldle“, wurde den Teilnehmers von Elke Grözinger, zuständig für den Fachbereich Naturschutz und Landschaftspflege bei der Stadtgärtnerei, vorgestellt. Es wurde im Jahr 2007 von der Stadt Bietigheim-Bissingen als Ausgleichsfläche  angelegt.